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Fritiertes Hühnchen ist einer der "All-American-Favorites". Das Gericht stammt ursprünglich aus dem Süden der Vereinigten Staaten und ist typisches Soul Food: Einfach, gehaltvoll, nahrhaft - erst recht mit den typischen Beilagen Kartoffelbrei, Maisbrot, Cole Slaw und Milk Gravy.
Fried Chicken haben zahlreiche Fast-Food-Ketten im Angebot - von Kentucky Fried Chicken über Churchs bis zu Popeye. Dort wird das Fleisch in Drucktöpfen gegart und ist daher besonders zart. Wir haben ein Rezept gefunden, bei dem die Hühnerteile erst ganz kurz fritiert werden und dann im Ofen nachgaren. Schmeckt ebenfalls herrlich und ist einfacher zuzubereiten. Ich jedenfalls traue diesen Friteusen nicht so recht!
Fried Chicken from the Oven
4 Portionen
1,5 Kilo frische Hühnerteile (Brust, geviertelt, und Keulen)
1 l Buttermilch
200 g Mehl
je 2 TL Knoblauchsalz und Paprika
Salz, Pfeffer
reichlich Öl zum Braten
Hühnerteile in einer extragroßen Schüssel mit gut gesalzenem kalten Wasser bedecken, drei Stunden in den Kühlschrank stellen. Abgießen. Buttermilch über die Hühnerteile gießen, abdecken und mindestens acht Stunden oder über Nacht marinieren lassen. Buttermilch abgießen und nicht weiter verwenden! Backofen auf 175 Grad vorheizen. Mehl mit den Gewürzen vermischen, Hühnerteile darin gut wenden. Mit Salz und Pfeffer würzen. Öl in einer Pfanne erhitzen, die Hühnerteile darin portionsweise von jeder Seite zwei bis vier Minuten hellbraun braten, in eine große ofenfeste Form legen. Form im Ofen etwa 35 bis 45 Minuten nachgaren.
Das Marinieren in Salzwasser und Buttermilch sorgt für die feine Textur, also diesen Schritt nicht auslassen!
Buttermilk Biscuits
250 g Mehl
1 Teelöffel Salz
2 Teelöffel Zucker
je 1/2 TL Backpulver und Natron
75 g weiche Margarine oder Plamin Soft
175 ml Buttermilch
Trockene Zutaten in einer Schüssel vermischen, dann das weiche Fett mit einem Messer einhacken, bis sich grobe Streusel ergeben. In die Mitte eine Vertiefung machen, die Buttermilch hinzugeben und schnell (nicht mehr als zehnmal kneten!) zu einem glatten Teig verarbeiten. Teig etwa 1,5 bis 2 cm dick ausrollen und mit einer runden Ausstechform (ein Glas tut es auch) Kreise von etwa fünf Zentimetern ausstechen. Auf ein gefettetes Backblech setzen und bei 220 Grad zehn bis 15 Minuten backen.
Was hier als Gebäck gilt, ist in den USA eine beliebte Beilage zu "Fried Chicken" (fritiertem Hühnchen) und Krautsalat. Lässt sich übrigens auch mit mehr Buttermilch anrühren und dann als "Drop Biscuit" ausbacken, indem man den Teig in gefettete und mit Maismehl ausgestreute Muffinformen füllt.
Corn Bread (Maisbrot)
1 Ei
250 ml Buttermilch
50 g Butter, geschmolzen
1/2 Teelöffel Salz
2 EL Zucker
je 1 gestr. Teelöffel Backpulver und Natron
120 g feines gelbes Maismehl (Polenta)
150 g Mehl
Ei in einer Schüssel verschlagen, Buttermilch und Butter dazugeben und gut rühren. In einer anderen Schüssel die trockenen Zutaten vermischen, die Flüssigkeit dazugeben und kurz zu einem glatten Teig rühren. In einer Kuchenform (rund etwa 18 bis 20 cm, eckig 20 bis 23 cm) etwa 25 Minuten bei 200 Grad backen. Etwas abkühlen lassen und in Quadrate schneiden.
Ebenfalls ein Gebäck, das im Süden der USA gern als Beilage gereicht wird, beispielsweise zu Chili, anderen herzhaften Suppen oder Fried Chicken. Einfache Variationen: Für Blueberry Cornbread 1 EL Zucker mehr zum Teig geben und 100 g TK-Blaubeeren untermischen. Für Mexican Cornbread 1/2 Dose Mais, 75 g geriebenen Käse und 1 gehackte Frühlingszwiebel unterrühren.
Hard Rock Cafes Cole Slaw
6 - 8 Portionen
1 Tasse Mayonaise
3 EL Essig
3 EL Zucker
2 EL Milch
Salz, Pfeffer
1 Weißkohl, feinst gehackt
3 Möhren, feingeraffelt
Alle Soßenzutaten sehr gründlich verrühren, dann Kohl und Möhren dazugeben, gut mischen und abschmecken. Mindestens 24 Stunden durchziehen lassen.
Hush Puppies (Maisbällchen)
8 Portionen
2 Tassen Maismehl
1 Tasse Weizenmehl
1/2 TL Natron
1 TL Backpulver
1 gestr. TL Salz
2 Eier
1 Tasse Buttermilch (225 ml)
Öl zum Fritieren
Eier und Buttermilch verschlagen, die trockenen Zutaten in einer Schüssel mischen, die Milchmischung dazugeben und schnell durchrühren. Öl auf etwa 190 Grad erhitzen, die Maisbällchen darin goldbraun backen, sofort servieren. Man kann auch gehackte Frühlingszwiebeln, geriebene Zwiebeln oder Petersilie in den Teig geben und mit Cayennepfeffer und Knoblauchpulver würzen.
Angeblich haben diese Maisbällchen, die gerne zu fritiertem Fisch oder Huhn gereicht werden, ihren Namen daher, dass man einige den Hunden vorwarf: "Hush, Puppies" - damit diese aufhörten, nach Fleisch zu betteln. Übrigens vielen Dank an Simone für das Foto!
Corn on the Cob (Mais vom Grill)
4 Portionen
50 g weiche Butter
Prise Salz und Pfeffer
4 Kolben frischer Zuckermais
Alufolie
Weiche Butter etwas salzen und ganz leicht pfeffern. Gereinigte Maiskolben damit bestreichen und dann gut in Alufolie einwickeln, Enden zusammendrehen. Kolben am Rande des Grills, bei mittlerer Hitze, gut 35 Minuten garen.
Schmecken himmlisch, wenn Sie ganz frischen Mais bekommen! Vorsicht beim Auspellen der Kolben: Sie sind glühend heiß. Mit weiterer Butter oder Kräuterbutter bestreichen.
Milk Gravy
4 Portionen
2 EL Hühnerfett (Rest vom Braten oder Fritieren, sonst
Margarine)
1 geh. EL Mehl
gut 250 ml Milch
Salz, Pfeffer
Fett in der Pfanne erhitzen, Mehl dazugeben, mit einem Schneebesen gut verrühren und leicht anbräunen lassen. Nach und nach Milch dazugeben, bis eine dickflüssige Sauce entsteht. Mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken.
Also, ich kann auf diese geschmacklich eher fade Sauce gut verzichten - aber sie ist nun mal eine der klassischen Beilagen zu Fried Chicken.
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